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Die Glasfenster

Die Glasfenster: Zurück von einer langen Reise

De glasramen in de pandgang

In der Parkabtei können Sie bald wieder authentische Glasfenster aus dem 17. Jahrhundert betrachten. Nachdem sie rund 200 Jahre verschollen waren, werden die 21 restaurierten Fenster 2020 wieder in den Klostergängen der Abtei hängen.

Im 17. Jahrhundert fertigte der Leuvener Jan De Caumont 41 Glasfenster für die Parkabtei an. Jedes der 41 Glasfenster bestand aus neun Feldern. Er arbeitete neun Jahre an seinem Werk, zwischen 1635 und 1644. Die Glasfenster stellen Szenen aus dem Leben des Heiligen Norbert dar.

Französische Revolution

In den Nachwehen der Französischen Revolution verkauften die Norbertiner die wertvollen Glasfenster 1828 an den reichen Brüsseler Industriellen Dansaert. Im Laufe der Jahre wurden die Glasfenster an verschiedene Orte in der ganzen Welt verstreut.

Bereits in den siebziger Jahren kehrte ein Teil der Originalglasfenster nach Leuven zurück. Im Jahr 2005 nahm unser Archivmitarbeiter Leo Janssen, ein Liebhaber klassischer Glasfenster, die Suche nach den restlichen Fenstern auf. Dank Edgard Goedleven (†), Mitglied des Verwaltungsausschusses der Parkabtei, konnte er die Eigentümer bis in die Vereinigten Staaten zurückverfolgen.

Dekret für Spitzenwerke

Danach ging alles ganz schnell. Im Rahmen des Dekrets für Spitzenwerke erwarb die flämische Regierung 2013 acht Glasfenster von der Yale University Art Gallery. Sie kehrten 2016 zurück - die Stadt Leuven bezahlte den Transport. Zwei Felder wurden daraufhin im historischen Rathaus in einer gut besuchten Ausstellung präsentiert.

Die Rückkehr von sechs weiteren Glasfenstern von der Corcoran Art Gallery in Washington führte 2016 zu einer Crowdfunding-Aktion für die Restaurierung und den Wiedereinbau der Originalglasfenster. Momentan werden die Glasfenster von einem internationalen Team dahingehend untersucht, sie zu restaurieren und wieder an ihrem ursprünglichen Platz einzubauen.

Fragmente

Im Laufe der Geschichte wurden die Glasfenster in Felder aufgeteilt. Eine Untersuchung soll nun Aufschluss darüber geben, welche Felder zu ein und derselben Szene gehören und mit welchen Techniken diese Glasfenster möglicherweise restauriert werden müssen.

Von einigen der noch fehlenden Glasfenster ist bekannt, wo sie sich befinden. Von anderen fehlt jede Spur. Aber 21 der 41 Glasfenster können Sie demnach bald wieder in den Klostergängen der Parkabtei betrachten. Zurzeit können dort schon zwei besichtigt werden, wenn Sie eine Führung buchen.