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Neuigkeiten aus der Abtei: Neue Ausstellung in PARCUM

PARCUM präsentiert Ausstellung über Religion, Krieg und Frieden

Zaalzicht 'Religie - Helend - Verdelend'

Ab dem 8. November läuft im PARCUM, dem Museum für Religion, Kunst und Kultur in der Parkabtei, die Ausstellung Religion - Heilend- Spaltend. Frieden bildet den Kern nahezu jeder Religion. Und doch werden zahllose Konflikte im Namen Gottes ausgetragen. Religion versöhnt, bringt gleichzeitig aber auch Krieg. Die Herbstausstellung des PARCUM hebt die zweigeteilte Bedeutung von Religion in Krieg und Frieden hervor.

Anlässlich des 100. Jahrestages des Waffenstillstands widmet PARCUM in diesem Herbst eine Ausstellung der Bedeutung von Religion bei Konflikten und Versöhnung im Laufe der Geschichte. Obwohl der Erste Weltkrieg nicht aufgrund eines Konfessionskonflikts ausbrach, war auch hier Religion stets präsent. Beide Parteien wähnten Gott an ihrer Seite. Und auch die Soldaten, die endlos im Schlamm der Schützengräben ausharrten, suchten zwischen Wahnsinn und Grauen Zuflucht in ihrem Glauben.

Religion - Heilend - Spaltend eröffnet Ihnen den Blick auf das heikle Verhältnis zwischen Religion, Krieg und Frieden. Welche Bedeutung hat Religion bei Konflikten und Versöhnung? Welche Auswirkungen hat dies auf den Umgang mit Glauben? Und welchen Einfluss hat es auf die Künste? Die Ausstellung bietet keine vorgefertigte Antwort, sondern regt uns zum Nachdenken darüber an, welche Rolle Religion und Lebensanschauung in den verschiedenen Gesellschaftsformen unserer Zeit spielen kann.

In dieser Ausstellung präsentiert PARCUM historische Kulturobjekte aus zahlreichen musealen und religiösen Sammlungen in Kombination mit den Werken einiger internationaler zeitgenössischer Künstler. Beispielsweise sind Arbeiten von Yael Bartana (°1970, Israel), Michael Rakowitz (°1973, USA/Irak) und Wael Shawky (°1971, Ägypten) zu sehen.

Friedensglockenspiel als Anlass

Anlass für diese Ausstellung ist das neue Friedensglockenspiel der Parkabtei, das am 11. November 2018 eingeweiht wird. Vor genau 100 Jahren läuteten damals die Friedensglocken in unserer Region. Das Friedensglockenspiel entstand auf Initiative der Stadt Leuven und der deutschen Stadt Neuss, aus der damals einige Soldaten kamen, die für den so genannten Brand von Leuven im August 1914 mitverantwortlich waren. Die beiden größten Glocken wurden nach den beiden Städten benannt und tragen beide die Inschrift: „Mögen diese Glocken Frieden und Zusammengehörigkeit wachsen lassen“.

Weitere Infos? Besuchen Sie die Website von PARCUM (auf Englisch)